Die unbekannte Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko

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Der Golf von Mexiko gilt als eine der erdölreichsten Regionen überhaupt. Dementsprechend befinden sich dort mehrere Stationen zur Öl- und Gasförderung. Zuletzt kam es im Jahr 2010 durch die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ zu einer schweren Umweltkatastrophe.

Wie Recherchen der Washington Post jedoch ergaben, fließt seit 2004 von einer beschädigten Bohrinsel weiterhin Öl ins Meer. Mehrere zehntausend Liter sollen seitdem täglich dazu gekommen sein. Diese Tatsache konnte von dem verantwortlichen Energiekonzern „Taylor Energy“ jahrelang geheim gehalten werden. Erst etliche Jahre später wurden Ölfilme im Meer gesichtet, die auf ein mögliches Leck hindeuteten.

Die Plattform wurde im Jahr 2004 beschädigt, als ein Hurrikan weite Teile des Golfs von Mexiko ergriff. Unter der Wasseroberfläche bildeten sich Ströme, die mehrere Bohrlöcher beschädigten. „Taylor Energy“ musste daraufhin knappe 700 Millionen Dollar zahlen, um die Löcher zu schließen. Doch nach wie vor soll aus 16 Bohrlöchern Öl in das Meer fließen.

Aktuellen Schätzungen zur Folge soll es sich um 110.000 Liter täglich handeln, so berichtete die Washington Post. Wenn man das hochrechnet, wären es mittlerweile mehr als 100 Millionen Liter Öl. Bei der bisher bekanntesten und mittlerweile sogar verfilmten Ölkatastrophe der „Deepwater Horizon“ traten an die 700 Millionen Liter Öl ins Meer. Diese bisher größte Katastrophe könnte jetzt also übertroffen worden sein und das weitestgehend abseits der öffentlichen Wahrnehmung.

„Taylor Energy“ versuchte sich auch finanziell aus der Affäre zu ziehen, und verwies darauf, dass der Hurrikan ein „Akt Gottes“ gewesen sei. Auf diesen hat man bekanntlich keinen Einfluss.

Die anhaltende und verschwiegene Ölkatastrophe weist darauf hin, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Umweltschutz grundlegend auseinanderzusetzen. Neue Positionen und Argumente müssen erarbeitet werden. Hier geht es zum Thema Ökologie. 

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