Denken

Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (C-K), der Gründer der Paneuropa-Union, schrieb 1922 ein frühes Manifest für die Technik unter dem Titel „Apologie der Technik“. Es atmet den pathetischen Geist des Futurismus und dessen Feier der Technik, ohne allerdings in dessen Lobeshymne auf großstädtisches Leben und vitalisierende Kräfte von Kriegen einzustimmen. C-K...
In den Köpfen vieler Konservativer und Rechter gibt es eine klare Weichenstellung: Wer sich für Natur- und Umweltschutz einsetzt, steht der Partei der Grünen nahe. Und wer grün ist, ist links. Links aber ist böse. Folglich hält man sich fern, wo immer sich Protest gegen Umwelt- und Naturzerstörung regt...
Wir sind umgeben von einer Welt, in der alles von Menschenhand gestaltet ist. Nichts deutet auf eine Sinngebung hin, die außerhalb der vom Menschen gestalteten Sphäre liegt. Das ist die Krise des modernen Menschen. Die Sehnsucht nach kulturellen und organischen Bindungen, die die rein oberflächlichen und materiellen Beziehungen übersteigen, resultiert...
Der österreichische Schriftsteller Hermann Broch (1886-1951), unter anderem Autor der Romantrilogie  "Die Schlafwandler": „Der werkende Mensch von heute ist in einem viel tieferen Sinne stumm als etwa ein Trappist. Seine Sprache ist eigentlich nur mehr Verständigung,…, immer nur Signal, immer nur Geschäftsbrief. Er spricht von den Dingen, soweit es unerlässlich...
Hier geht es zum ersten Teil. Wir alle kennen alte Menschen, die die Nähe zum Tod und ihre Lebenserfahrung keineswegs zu Weisen gemacht. haben. Sie denken in den gleichen engen Bahnen, in denen sie ihr Leben lang gedacht haben. Sie haben ihren Kindern und Enkeln im Grunde nichts Wichtiges zu...
Die Menschen sterben und sie sind nicht glücklich. Mit diesem fulminanten anthropologischen Befund drückte Albert Camus in seinem Drama „Caligula“ die latente Verzweiflung der Menschen aus, für die der Tod ein unfassbares und im Grunde nicht affirmierbares Phänomen darstellt. Sein Lebtag hat Camus versucht, unter der Bedingung des unhintergehbaren Lebensendes...
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„Komm! ins Offene, Freund!“ Hölderlin: Der Gang aufs Land Die Welt zerbricht. Überall ist Aufbruch. Das Gewohnte ist aufgebrochen. Selbst die „Bürger“, jene also, die ein Wohnungsdach birgt und vor der Witterung behütet, hört man über Obdachlosigkeit klagen – über die Obdachlosigkeit, die Georg Lukács die „metaphysische“ genannt hat. Jenen „Bürgern“...
Wir leben in einer Epoche, in der Einfluss und Prägung auf die Natur und Umwelt durch den Menschen nicht zu übersehen sind. Zu keinem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ist dieser Prozess so weit fortgeschritten gewesen wie zum jetzigen Zeitpunkt. Die Menschheit greift aktiv in das Ökosystem ein und bildet somit...
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Wir brechen auf und lassen die alte, marode Zivilisation hinter uns. Wir verlassen die sichere Umgebung und stoßen vor ins Ungewisse. Getrieben von dem Bedürfnis, dem menschlichen Leben eine neue Form zu geben. Zugleich wissen wir, es wird keinen sicheren Hafen geben. Wir bleiben immer in Bewegung, wir experimentieren,...
Hans Magnus Enzensbergers Schrift „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ aus dem Jahr 1970 gilt als sein politisches Hauptwerk und beschäftigt bis heute die Kommunikationswissenschaften. Selbst sozialistischer Aktivist während der Studentenrevolte, übte Enzensberger umfassende Kritik an der Mediennutzung und Kommunikationsstrategie der Neuen Linken. Vieles davon gilt heutigen politischen Akteuren –...