Archaische Betrachtungen: Wehe dem Finder

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Die archaischen Betrachtungen stammen aus der Urzeit und sind zeitlos. Sie durchstreifen alle Zeitalter hindurch bis in die Moderne. Sie sind gegründet auf der Zuverlässigkeit des Lebens und dem Bleibenden der Erde.

• Wehe dem Manne, der gehet hin und beuge sich avs eigen Schwäche heraus der anderen Meinung. Seynes Untergangs Beginn wird er hier finden.

• Wehe dem Manne, der ließe sich auf einen halbherzgen Komprumiss festnageln. Seyn Ziel ist bereits hier unauffindbar.

• Wehe dem Manne, der von seyn eigen Prinzipien für den Moment in die Enge getrieben, diesen entsagt und sie nur des eigen Vorteils wegen verrät! Er findet niemals zu aufrechtem Gange zurück.

• Wehe dem Manne, der mache sich abhängig von der Weiber Gunst und wende sich nach deren Geschmack. Er finde nichts als Wirren.

• Wehe dem Manne, der Trunksucht und Rausch stellet über die Erfüllung der Pflicht. Er findet Leid und Wanken.

• Wehe dem Manne, der meidet der Anstrengung Last. Er wird finden einen Leib aus Brei.

• Wehe dem Manne, der habe um sich nur des schwachen Geistes Freund. Er findet sich als Teil einer Kette aus schwachen Gliedern.

• Wehe dem Manne, der rede hinter des Anderen Rücken. Er wird finden das selbige Tun hinter seinem Kreuz.

• Wehe dem Manne, der halbherzig riskiert. Er wird keinen Heller finden, wenn er nicht alles setzt.

• Wehe dem Manne, der streite wie seyn eigen Mutter. Er wird finden kein Sieg mit moralischem Spott.

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